Bild: Quelle Backwerk
Bild: Quelle Hans im Glück
Ob das Franzbrötchen am Morgen oder die Pizza am Abend: Das aktuelle ProVeg-Ranking belegt, dass die untersuchten Gastro-Anbieter viele bekannte Lieblingsspeisen selbstverständlich pflanzlich servieren, am besten sogar mit Preisvorteil für die Gäste. In diesem Jahr hat die Datenerhebung die Angebote von Unternehmen verglichen, die sich auf Burger, Pizza und Pasta oder Backwaren spezialisiert haben. Ein durchschnittlicher Preisvorteil, pflanzliche Auswahl von der Vor- bis zur Nachspeise oder Hafermilch zum Snack: Die stärksten Angebote zeigten die Speisekarten und Sortimente von Hans im Glück, Domino’s und Backwerk. Außerdem haben Klassiker für alle längst Tradition, geschätzt von den Gästen wegen ihres vertrauten guten Geschmacks, zeigt das Ranking.
Der Lieblingssnack ist vegan, und die Menschen denken gar nicht darüber nach? Das ist schon lange Alltag in Deutschland. Mal sind es süße Leckereien wie Schweinsohr oder Franzbrötchen vom Backshop, mal herzhafte Favoriten wie Nuggets und sogar Saucen im Burger-Restaurant. Dabei setzen die Anbieter auf eine so naheliegende wie einfache Formel: den Geschmack.
„Apfeltasche, Schweinsohr und Franzbrötchen sind bei uns schon seit vielen Jahren rein pflanzlich – so lange, dass das für unsere Kundinnen und Kunden im Alltag eigentlich gar kein Thema mehr ist. Sie kaufen diese Gebäcke vor allem, weil sie einfach gut schmecken“, berichtet Marcel Harnau, Marketingleiter bei Kamps.
Aus dem Lebensmittelhandel kennen die Verbraucher, dass pflanzliche und tierische Produkte in den meisten Supermärkten zu vergleichbaren Einstiegspreisen erhältlich sind. Das weckt Erwartungen. Bei Burger King, Hans im Glück und Peter Pane sind pflanzliche Gerichte preislich besonders attraktiv. Hier erhalten Gäste in der Regel einen Preisvorteil für die pflanzliche Bestellung. Debora Schweinsberg, Senior Research Manager Health & Sustainability bei ProVeg, ist sich sicher:
„Wenn pflanzliche Speisen keinen Aufpreis mehr kosten oder sogar günstiger angeboten werden, werden sie zur leckeren Selbstverständlichkeit im Alltag.“
Wer Lust auf Burger hat, profitiert bei Hans im Glück davon, dass pflanzliche Zutaten priorisiert werden und pflanzliche Bestellungen den Gästen im Schnitt sogar einen Preisvorteil bringen. Beim Pizza-Lieferdienst Domino’s reicht die Auswahl selbstverständlich von herzhaften Vorspeisen bis zu neuen Dessert-Angeboten. Für den schnellen Hunger unterwegs bedient Backwerk den wachsenden Trend zum Snack und denkt neben Backwaren und belegten Broten auch an die Hafermilch zum Kaffee, ohne Aufpreis und in größeren Filialen direkt aus dem Kaffeeautomaten.
Bei vielen Menschen verschieben sich die Essgewohnheiten. Am Tag zählen zunehmend schnelle und mobile Lösungen, sogenannte Snacks, am Abend bleibt dann die Ruhe für eine volle Mahlzeit. Das gilt ganz besonders für junge Menschen: Jeder Dritte zwischen 18 und 24 Jahren snackt täglich, so das Ergebnis einer kürzlichen Umfrage von Burger King Deutschland.1 Snacks sind das täglich Brot der Backwaren-Anbieter, die den Bedarf bereits heute mit Optionen von Franzbrötchen bis zum Plant Based Crunchy Chicken bedienen.
Für das diesjährige ProVeg-Ranking analysierte die Ernährungsorganisation im Januar die digitalen Speisekarten und Sortimentsübersichten der Top-100-Unternehmen der deutschen Markengastronomie. Dabei wertete ProVeg die pflanzlichen Angebote erstmals getrennt nach den Kernsegmenten Burger, Pizza & Pasta und Bakery aus. Die Auswertung erfolgte quantitativ und qualitativ auf einer stufenlosen Skala. Neben der Vielfalt der angebotenen Menübestandteile und Alternativen zu Fleisch, Käse und Milch untersuchte ProVeg außerdem strategische Faktoren wie Preisgestaltung, Kennzeichnung und Nudging.
Bilder: Quelle ProVeg e.V.
Ein Beitrag von ProVeg e.V.